Schimmelsanierung

Auftreten und Eigenschaften von Schimmelpilzen
Pilze benötigen wie alle Lebewesen für grundsätzliche Lebensvorgänge wie Sporenkeimung und Myzelwachstum Wasser, d.h. absolute Grundvoraussetzung und somit für einen Schimmelpilzbefall ist generell Feuchtigkeit. Diese Feuchtigkeit kann durch undichte Stellen in der Gebäudehülle, durch einen Wasserrohrbruch oder durch Tätigkeiten wie Kochen, Duschen, Waschen, Wäschetrocknen, Verdunstung (Zimmerpflanzen, Verdunster, Aquarium etc.) und Ausatmen, Schwitzen der Bewohner in den Innenraum eingebracht werden. Vorgenanntes summiert sich auf täglich mehrere Liter Wasserdampf in einem Ein- bis Zweipersonenhaushalt. Wird die eingetragene Feuchtigkeit nicht entfernt, kommt es an "kritischen" und wenig durchlüfteten Stellen in der Wohnung zu Schimmelpilzwachstum. Diese "kritischen" Stellen sind beispielsweise Ecken, Wandflächen hinter Schränken oder Gardinen ohne Konvektion und ungedämmte Außenwände.

Zur Vermeidung von Schimmelpilzwachstum sollte eine relative Luftfeuchtigkeit von 65 % im Sommer und 55 % im Winter nicht überschritten werden. Hierbei ist zu beachten, dass sich im Winter die relative Luftfeuchte in einem Innenraum durch Lüften sehr schnell und effektiv senken läßt (rel. Luftfeuchte der Innenluft liegt höher als die der Außenluft), während dies im Sommer nicht immer möglich ist, da die warme Außenluft einen höheren Wassergehalt besitzt als die Innenraumluft. Gefährlich ist dies bei kalten Außenwänden z.B. im Keller, auf denen es dann in kurzer Zeit durch Kondeswasserbildung zu einem Schimmelbefall kommt. Aus denselben Gründen ist es auch falsch, ein unbeheiztes Zimmer durch Öffnen einer Tür zu einem beheizten Zimmer zu erwärmen. Generell gilt, daß es zu Kondenswasserbildung kommt, wenn Luft mit 20 ° C und 60 % rel. Luftfeuchte auf Flächen fällt, die kälter als 12 ° C sind. Diese Situation gilt es also unbedingt durch geeignete Gegenmaßnahmen wie einer Wärmedämmung der Außenwände zu vermeiden.

Weitere Voraussetzungen für das Schimmelwachstum sind gemäßigte Temperaturen zwischen 0-40 ° C, ein pH-Wert zwischen vier und acht sowie Sauerstoff. Licht wird zum Wachstum nicht benötigt. Der Nährstoffbedarf der meisten Schimmelpilze ist gering, so daß zumeist bereits der Hausstaub  und/oder andere in den Innenraum eingebrachte Stoffe (Küchenfett, Rauchablagerungen etc.), aber auch Tapetenkleister, Tapeten und nicht zuletzt Wandfarben als Kohlenstoff- und Energiequelle dienen können.


Schimmelpilze, Sporen und deren Bestandteile sowie ihre Stoffwechselprodukte, die über die Atemluft eingeatmet werden, können bei bestimmten Personen allergische Reaktionen, Intoxikationen und in seltenen Fällen auch Infektionen auslösen.

Unsere vorbeugenden Maßnahmen gegen Schimmelpilz finden Sie »hier